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T!PPS & LEARN!NGS
Finde hier Learnings, Tipps und Handlungsempfehlungen von den bisherigen W!A Events, gesammelt und geordnet in 3 Kategorien. Alle Tipps stammen von Architektinnen. Hast du einen neuen/zusätzlichen Tipp? Teile ihn mit uns! Lasst uns gemeinsam eine große Sammlung aufbauen!

Alltag im Büro & Bauumfeld (8)
Alltag im Architekturbüro & Bauumfeld
01
Selbstverständlich Raum einnehmen: Sichtbar werden, die eigenen Meinungen und Ideen äußern und sich aktiv einbringen.
02
Überschreitungen ansprechen und zum Thema machen, wie sexistischer Bürotalk. Sich bewusst sein, dass jüngere Generationen hier feinere Antennen haben und
sensibler sind.
03
Männer zu Verbündeten machen. Die Kollegen einladen, darauf zu achten, dass es fair bleibt. Es ist nicht nur Frauensache. Sowohl in der internen, als auch externen Zusammenarbeit und im Sinne des gesamten Teams und der Zielerreichung.
04
Firm but kind. Klare Grenzen ziehen. Auch Auftraggeber:innen gegenüber (wie bei Ausschluss von Entscheidungen/”Herrenrunden” oder Ignoranz in der eigenen Rolle). Immer sachlich und freundlich bleiben, aber sehr, sehr klar sein.
05
Keine Angst vor Konflikten. Um Resilienz zu entwickeln, braucht es Krisen und Konflikte. Die gehören dazu. Keine Angst vor Fehlern, Macht, Machtspielen, Konflikten und Herausforderungen.
06
Allianzen bilden. Was ist mein Ziel, wer kann mir dabei behilflich sein, wer hat ähnliche Interessen? Gezielt im Hintergrund Allianzen suchen, z. B. mit Fachplaner:innen.
07
Kommunikationsstärke nutzen: Die hohen/höheren kommunikativen Skills nutzen, um rasch an relevante Informationen zu kommen. Interesse zeigen und viele Fragen
stellen “Können Sie mir das genauer erklären?” Subtile Taktiken anwenden, die einfach(er) akzeptiert werden.
08
Eigene Einstellungen hinterfragen. Braucht es die Extrameile wirklich? Ist es Selbstausbeutung? Braucht es mehr und bessere Vorbereitung, mehr Energie, mehr Zeit, nur um “auch berechtigt” zu sein?
Weiterentwicklung & Karriere (12)
Weiterentwicklung & Karriere
01
Sich selbst mehr zutrauen, ohne alles zu hinterfragen und zu viel überlegen, was alles schief gehen könnte. Wir Frauen glauben oft, 100% der Anforderungen zu 100% erfüllen zu müssen, bevor wir eine neue Aufgabe oder Rolle übernehmen. Männer reichen oft weniger als 50%.
02
Stärken nützen. Die eigenen Stärken bewusst einbringen, wie zum Beispiel eine oft typisch weibliche Fähigkeit, besser zuzuhören und damit am Ende vieles gut auf den Punkt bringen zu können. Oder: andere wertschätzen und neben sich wachsen lassen können. Oder: gut und effizient organisieren können. (“Pussy Power” ;-))
03
Förderer:innen, Coaches, Mentor:innen oder den Austausch mit anderen Frauen im eigenen Büroumfeld und Architekturumfeld suchen und sich in der eigenen Entwicklung begleiten, herausfordern und unterstützen lassen. Oder von einem Mann.
04
Meine Ziele kennen. Sich mit den eigenen Zielen und Visionen auseinandersetzen: Warum bin ich in der Architektur? Was möchte ich dort erreichen? Klarheit für sich selbst schaffen.
05
Forderungen stellen. Ich darf selbstverständlich auch als Frau Forderungen formulieren und stellen und muss mich nicht hinten anstellen und kleinmachen.
06
Loslassen: Auch mal loslassen und die Dinge laufen lassen. Wir müssen nicht immer alles unter Kontrolle haben. Perfektionismus ist ein Karrierebremser.
07
Stärke kommt mit der Erfahrung. “Vieles kommt mit dem Alter.” Mit mehr Erfahrung ist es leichter, sich Respekt zu verschaffen. Die Herausforderungen und
Möglichkeiten unterschiedlicher Lebensabschnitte annehmen.
08
Big Picture: Immer wieder über den eigenen Tellerrand hinausblicken, immer wieder Neues kennenlernen und in jedem Alter laufend dazulernen.
09
Berufliches Umfeld erweitern: Alle Chancen nutzen, um positives Feedback im beruflichen Umfeld außerhalb des eigenen Architekturbüros zu erhalten (frei vom Stempel im eigenen Büro).
10
Nicht kleinlich sein. Auch mal über Dinge hinwegsehen. Kleinlichkeit bindet viel Energie und bremst das eigene Wachstum. Wer groß denkt und großzügig handelt, strahlt mehr Souveränität aus.
11
Sichtbar sein. Gute Arbeit macht nur einen Teil des Erfolges aus ("Fleiß-Falle"). Entscheidend ist ebenso deren Sichtbarkeit. Wer zudem zu viel Zeit in "operative und organisatorische Kleinigkeiten" investiert, hat weniger Zeit für jene Themen, die Sichtbarkeit und Anerkennung bringen.
12
Die eigene Komfortzone verlassen: Weiterentwicklung passiert nicht in der Komfortzone. Immer Aufgaben vermeiden, die man vermeintlich nicht oder nicht gut kann, hilft nicht weiter. Auch wenn ich schüchtern bin, gilt es zu lernen, vor
Menschen zu sprechen.
Flexibilität und Care-Arbeit (10)
Flexibilität & Care-Arbeit
01
Teilung der Aufgaben zuhause. Für jüngere Generationen ist das bereits selbstverständlicher. “Es gibt nichts, was ein Mann nicht auch machen könnte.” “Mit dem eigenen Partner/der eigenen Partnerin gut verhandeln.”
02
Führungsrollen auch in Teilzeit. Auch auf eine Projektleiterin-Rolle muss in Teilzeit nicht verzichtet werden. Es braucht nur ausreichend starke Unterstützung und
Delegation im Team. Das kann organisiert werden.
03
Klare Grenzen zwischen Familienzeit und Arbeitszeit ziehen. Nicht glauben, dass alles nebenbei möglich ist, wie am Spielplatz Mails beantworten und Telefonate
führen. Alles gleichzeitig geht nicht.
04
Open-end-Arbeitstage: Die Betreuung so organisieren, dass auch mindestens ein Open-End-Arbeitstag möglich ist, an dem man sich voll und ganz auf den Job
konzentrieren kann.
05
In Babypause Kontakt halten: Versuche, in der Zeit der Babypause so viel Kontakt
wie möglich zu halten und alle Möglichkeiten des “Dranbleibens” nutzen (Beispiel: wöchentliches Lunch).
06
Work is fun: Den Kindern regelmäßig signalisieren, dass dir die Arbeit Spaß macht und dir gut tut. Bist du zufrieden, sind es die Kinder auch.
07
In gute Unterstützung & Hilfe investieren. Lieber (mehr) im Job bleiben und in eine wirklich gute Kinderbetreuung investieren, auch wenn finanziell vielleicht kaum
etwas übrig bleibt. Langfristig denken.
08
Ansprüche im Umfeld hinterfragen. Care Arbeit, egal ob Kinder- oder
Eltern-Pflege, wird nach wie vor überwiegend von Frauen erwartet. Die Karrieren von Frauen werden gewohnheitsgemäß als weniger relevant erachtet als die der Partner
und der Brüder. Andere Kulturen, andere Ansprüche (Beispiel Frankreich/Deutschland).
09
Sichtbar bleiben. Auch in Teilzeit das Netzwerk am Leben erhalte, sich austauschen und präsent bleiben. Networking ist auch tagsüber möglich.
10
Auf Selfcare nicht vergessen und auf einen gefüllten Energietank achten. Rechtzeitig und regelmäßig Auszeiten für sich nehmen, um abschalten und auftanken zu können.
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